Produktivitäts-Experte Martin Geiger: Fazit eines Workaholics – Es reicht nie!
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Produktivitäts-Experte Martin Geiger: Fazit eines Workaholics – Es reicht nie!

Lang ist’s her, als der Arbeitstag eines Unternehmers um 8 Uhr begann und um 18 Uhr endete, als man am Werktag arbeitete und am Wochenende frei hatte. Der Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft hat außerdem dazu geführt, dass wir zunehmend komplexere Aufgaben zeitgleich mit der einhergehenden Informationsüberflutung zu bewältigen haben.

Anrufe, Mails, Live-Chats, Facebook, Events, persönliche Nachrichten, Einladungen, Meetings, Freundschaftsanfragen, Xing, SMS und Twitter – wir sind fast rund um die Uhr auf allen Kanälen erreichbar, privat und geschäftlich lässt sich nicht mehr trennen. Im gleichen Maß nimmt die Anzahl der Tools zu, die uns dank sich rasant verändernder Kommunikationstechnik Zeitersparnis versprechen, und doch bleibt am Ende die nüchterne Erkenntnis: Inzwischen könnte unser Tag gut und gerne 48 Stunden lang sein, ohne dass wir es schaffen würden, alles zu erledigen. Die Zeit und unsere Belastbarkeit reicht nie! Dadurch werden persönliche Ziele immer weiter auf unbestimmte Zeit verschoben: „Das mache ich, wenn ich mehr Zeit habe.“ Wer von der eigenen Vollbeschäftigung und dem „selbst und ständig“ weg möchte, sollte sich folgende drei Punkte zu Herzen nehmen.

Erste Hilfe für Workaholics:

  • Outcome statt Input: Orientieren Sie sich am Ergebnis

Workaholics gelten nach wie vor als Inbegriff von Leistung. Aber was ist mit dem Ergebnis? Das gängige Bild ist: Wer Zeit hat, kann nicht erfolgreich sein. Dabei lautet die entscheidende Formel für Produktivität: erzieltes Ergebnis geteilt durch investierte Zeit. Demnach werden Sie deutlich unproduktiver, je mehr Zeit Sie am Schreibtisch verbringen. Also, wenn Sie Ihre Ergebnisse maximieren wollen, suchen Sie nach guten Gründen, das Büro so schnell wie möglich wieder zu verlassen. „Outcome statt Input“.

  • Anrufe und Mails: Filtern und Timen

Oft erwarten Menschen, die sieben Tage pro Woche und 24 Stunden täglich für jedermann erreichbar sind, dies auch von ihren Mitmenschen. Aber wenn Sie nicht die Bundeskanzlerin sind, sollte Sie niemand abends um 21 Uhr noch brauchen. Jeder eingehende Anruf führt zu einer unerwünschten Unterbrechung der Tätigkeit, die bei Ihnen gerade Priorität hat. Lassen Sie Ihren Anrufbeantworter aktiv werden oder leiten Sie eingehende Anrufe an einen Mitarbeiter um. Wenn Ihnen hierfür keiner zur Verfügung steht, engagieren Sie einen Büroservice, um zumindest Ihre eingehenden Anrufe entgegenzunehmen.

Ähnliches gilt für E-Mails. Die Angewohnheit, morgens den Arbeitstag damit zu beginnen, kurz die E-Mails zu checken, stellt einen denkbar ungeeigneten Start dar. Sie kann Ihre wichtigsten Prioritäten und eigentlichen Pläne für den gesamten Tag durcheinanderbringen. Ihre Mails können in aller Regel bis 10 Uhr warten. Dann können Sie zumindest schon einmal einen wichtigen Punkt Ihrer To-do-Liste erledigen und abschließen. Spät am Abend sorgen Mails für Schlaflosigkeit oder Überstunden, weil Sie kurz vor dem Feierabend „noch schnell“ beantwortet werden. Kein gelungener Tagesabschluss.

  • Nehmen Sie sich frei: Hören Sie auf, am Wochenende zu arbeiten

Die wichtigste Regel für Arbeitssüchtige oder angehende Workaholics: Nehmen Sie freitags keine Arbeit mehr mit nach Hause. Das ist der erste Schritt in die falsche Richtung. Entweder, Sie rühren sie sowieso nicht an, weil Sie am Wochenende ganz anderen Bedürfnissen nachgehen, oder Sie verzichten auf die Freizeit, die Sie benötigen, um Ihren Akku wieder aufzuladen. So oder so. Am Ende des Wochenendes haben Sie wahrscheinlich immer ein schlechtes Gewissen. Das können Sie vermeiden, indem Sie die Arbeit im Büro lassen, wo sie hingehört.

Die gute Nachricht: Sie haben sich das freie Wochenende verdient.

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