Roland Tennie: Allergien im Urlaub – was tun? - Montagshappen
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Roland Tennie: Allergien im Urlaub – was tun?

Endlich gut gehen lassen, endlich Füße hochlegen, endlich Sonnenbaden. 2020 hat uns das Leben dank so vieler Corona-Einschränkungen bisher nicht gerade leicht gemacht. Umso schöner, dass die Ferien und vielleicht auch die ein oder andere Reise wieder vor der Tür stehen. Selbst wenn Urlaub 2020 auf Balkonien oder „nur“ in Deutschland stattfindet, müssen wir, um einen entspannten Urlaub zu verleben, trotzdem an die kleine Haus- und Reiseapotheke denken. Besonders problematisch in diesem Jahr: Allergien. Nie waren sie so intensiv wie heute und die Tendenz steigt.

Inzwischen hat diese Volkskrankheit 20 Millionen Deutsche erwischt. Das ist bereits fast jeder Vierte. Woran das liegt, darüber können wir zurzeit nur spekulieren. Eine Theorie ist die angestiegene Trockenheit, die wir in den letzten Jahren erleben. Wo kein Regen, da kann er auch keine Allergene aus der Luft „holen“.

Sonnenallergie, Mückenstiche und vieles mehr

Und plötzlich werden Dinge wie Leckereien naschen, über eine wunderschöne Wiese spazieren, das Haustier streicheln, die für die meisten Menschen selbstverständlich sind, zum Problem. Hinzu kommen Sonnenallergie und Mückenstiche, die zu Schwellungen und Juckreiz und nicht selten sogar zu Ekzembildung führen. Welche Nebenwirkungen Ihre Allergien mit sich bringen, sie sind immer lästig und, wenn es zu einem allergischen Schock kommt, sogar lebensbedrohlich.

Was passiert im Körper?

Im Grunde ist jede allergische Reaktion eine Immunabwehrreaktion. So genannte Allergene wie Pollen oder Insektengift dringen in den Körper ein, treffen auf Zellen und verursachen, weil sie als Gefahr wahrgenommen werden, unter anderem eine deutlich erhöhte Ausschüttung von Histamin, dem Botenstoff in unserem Körper, der unter anderen für Allergien zuständig ist. Der sorgt für das Anschwellen der Haut, für den Juckreiz und die vielen anderen Symptome. Hierbei handelt es sich um die so genannte Typ-I-Allergie.

Wie hilft die Naturheilkunde?

Ich möchte hier wieder einmal den ganzheitlichen Blick auf die Krankheit hervorheben. Am besten sind Wirkstoffe, die schnell, aber auch langfristig helfen können. Entweder Sie erarbeiten mit ihrem Heilpraktiker einen Plan, um die Selbstheilungskräfte gegen allergische Erkrankungen aufzubauen. Im Fachjargon heißt das “Umstimmungstherapie”. In der Regel reichen dafür wenige Präparate aus der Naturheilmedizin. Die können Sie aber auch gefahrlos selbst in die Ihrer Haus- und Reiseapotheke ergänzen:

  1. Schwarzkümmel-Öl Kapseln:

Sie haben eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem und können somit allergische „Überreaktionen“ ausgleichen und dank ätherischer Öle auch die oberen Atemwege beruhigen. Übrigens, auf die Wirkung von Schwarzkümmelöl sollen bereits die alten Pharaonen geschworen haben.

  1. Spezielle Weihrauchmischungen:

Sie werden bei Auto-Immunerkrankungen, zu denen Allergien ja gehören, angewendet, da sie sowohl innerlich als auch äußerlich entzündungshemmend wirken.

  1. Aloe Vera:

Bei Sonnenalergie wirkt reines Aloe-Vera-Gel wahre Wunder. Es beruhigt die Haut und kühlt. Besonders wirksam direkt aus dem Kühlschrank.

  1. Apfelessig:

Bei Insektenstichen kann Apfelessig schnell Abhilfe schaffen. Am besten gleich nach dem Stich auftragen oder einen getränkten Wattebausch als kleine Kompresse auflegen. Das kühlt, desinfiziert und lindert die Schmerzen.

Mit diesem Erste-Hilfe-Paket ist man schnell beschwerdefrei. Nimmt man die Naturheilmedizin in Absprache mit Arzt oder Heilpraktiker längerfristig, werden die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt.

Gesunder Darm – weniger Allergien

Möchten Sie aber den Körper noch intensiver vor Allergien schützen, die Allergie sozusagen an der Wurzel des Übels behandeln, kommen Sie um eine Therapie des Darms nicht herum. Bedenken Sie bitte, dass der Darm rund 380 Quadratmeter Kontakt zur Außenwelt darstellt und dort fast 80 Prozent unseres Immunsystems geprägt, repariert und kontrolliert wird.

Symbioselenkung

Die wichtigste Therapieform ist hier die so genannte Symbioselenkung, auch als Darmsanierung bekannt. Dafür müssen Stuhlproben an ein erfahrenes mikrobiologisches Labor eingesendet werden. Dort wird die Darmflora aufgeschlüsselt und ein entsprechender Befund erstellt. Der dient als Basis für die weitere Behandlung, um die Darmflora wieder in die „richtige Richtung“ zu lenken. Das sorgt dafür, dass der Darm wieder gut aufgebaut wird und so eine natürliche Abwehr gegen Allergien im Körper aufbauen kann.

Eigenbluttherapie

Eine weitere Maßnahme ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Hier wird dem Patienten Blut abgenommen aus dem ein versierter Apotheker dann Tropfen herstellt. Diese Tropfen werden dem Patienten in unterschiedlichen Potenzen zur Verfügung gestellt. Nach einem besonderen Einnahmenplan können Sie dann eine Gegensinsibilisierung aller im Blut befindlichen Allergene starten. Aber bitte nicht mit der Hyposensibilisierung verwechseln, die meist auf drei verschiedene Allergene beschränkt ist. Die Gegensensibilisierung dauert ungefähr fünf Monate, eine Hyposensibilisierung hingegen mehrere Jahre.

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