4 Fragen an Marina Zubrod zu selbstgemachter Kosmetik
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4 Fragen an Marina Zubrod zu selbstgemachter Kosmetik

Marina Zubrod ist Unternehmensberaterin in der Fintech-Branche und berät Konzerne ebenso wie Startups. Nach dem Motto: Wer andere berät, kann’s auch gleich selbst machen, gründet sie nebenbei mit MATiCA COSMETICS ihr eigenes Naturkosmetik-Label. Im Montagshappen-Interview spricht sie über ihre Beweggründe und zeigt, dass Kosmetikrezepte und Do-it-yourself-workshops für Kunden alles andere als geschäftsschädigend sind.

Neben Ihrer Tätigkeit als Unternehmensberaterin haben Sie sich mit MATICA COSMETICS, einem eigenen Naturkosmetik-Label selbständig gemacht. Was hat Sie dazu bewogen, obwohl es Naturkosmetik gefühlt wie Sand am Meer gibt, es trotzdem selbst zu machen?

Ich litt aufgrund einer hormonellen Umstellung vor einigen Jahren unter „schwieriger“ Haut. Also habe ich mich auf natürliche Inhaltsstoffe zurückbesonnen, um meine Haut zu entlasten – so wie ich es von meiner kroatischen Mutter gelernt hatte. Leider empfand ich die herkömmlichen Naturkosmetikprodukte unpassend für mich. Die neutralen Düfte und das altmodische Packaging, waren nicht so mein Ding. Ich dufte eben sehr gerne und im Badezimmer brauche ich Produkte als Blickfang, für die gute Laune! Mein persönlicher Bedarf führte schließlich dazu, dass ich eine Reihe von Produkten entwickelte, die helfen sollten, speziell diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Ergebnis: Meine Indie Beauty Brand MATICA COSMETICS, die auf das uralte Wundermittel Bienenwachs als Hauptmerkmal setzt. Entstanden sind handgefertigte Premium-Produkte und ein kleines, perfekt aufeinander abgestimmtes Sortiment.

Sie produzieren mit einem kleinen Team die Kosmetik auch tatsächlich selbst im eigenen Labor, anstatt günstig im Ausland herstellen zu lassen. Was hat Sie dazu bewogen?

Wir sind mit einer kroatischen Produzentin gestartet, die unsere Rezepte entwickelt hat. Mit der Zeit haben wir aber viel über den Herstellungsprozess gelernt und die Entfernung war ungünstig für die Qualitätskontrolle und Geschwindigkeit mit Blick auf die Versandstrecke. Mit dem Einzug in unser Stammhaus in Hamburg, das Büro, Produktion und Laden vereint, konnten wir ein eigenes Labor einrichten. Gewinnmarge und Qualität sind seither besser. Mit dem steigenden Unternehmenswachstum müssen wir aber hoffentlich ganz schnell wieder teilweise auslagern. Hierfür haben wir einen Produzenten ein paar Kilometer von Hamburg entfernt im Blick. Unsere Kunden lieben den „Handmade in Germany“-Aspekt sehr, das macht uns authentisch.

Bei Instagram ist uns aufgefallen, dass Sie Ihre Kunden auch am Herstellungsprozess teilhaben lassen bzw. Seminare geben und zeigen, wie man Naturkosmetik einfach selbst machen kann. Ist das nicht geschäftsschädigend für Ihr Unternehmen, wenn potenzielle KundInnen einfach selbst zuhause nachmachen?

Witzig – so eine ähnliche Aussage hat meine Mutter letzte Woche panisch über Whatsapp getätigt, nachdem sie gesehen hatte, dass wir ein Peeling-Rezept online gestellt haben. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Wir ziehen uns unsere eigenen Kunden heran mit dem Workshop. Der Kurs ist der perfekte Ein- bzw. Umstieg in und auf Naturkosmetik. Man lernt viel über gute und schlechte Inhaltsstoffe im Kurs und wie man schnell selbst zum Beispiel ein Peeling herstellen kann mit Haushaltsprodukten, die sowieso in der Küche stehen. Das Ergebnis ist jedoch niemals zu vergleichen mit den Produkten, die wir im Verkauf haben – wir arbeiten mit ganz anderen Inhaltsstoffen, unter anderem reine Vitamine, und produzieren das professionell. Die Workshop Teilnehmer lernen zwar viel über DIY-Beauty, aber am Ende kaufen sie dann doch unsere Produkte. Denn wer hat schon Lust erstmal Kosmetik zu produzieren, wenn es mal schnell gehen muss morgens unter der Dusche?

Welche drei Toptipps haben Sie, damit die Kosmetik a la casa für jeden gelingt?

Rühren, rühren, rühren! Das ist das Geheimnis.

 

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