Montagshappen-Interview: 3 Fragen an Jiri Scherer - Montagshappen
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Montagshappen-Interview: 3 Fragen an Jiri Scherer

Jiri Scherer hat gemeinsam mit seinem Denkmotor-Geschäftspartner Chris Brügger mehrere Bücher zum Thema Kreativität und Innovation geschrieben, moderiert seit über zehn Jahren Innovationsworkshops und ist als Gastdozent tätig.

Herr Scherer, eins Ihrer Bücher trägt den Titel Simplicity. Was bedeutet der Begriff und wie hängt er mit Ihren anderen Themen zusammen?

Jiri Scherer: Im Buch “Simplicity” beschreiben wir unterschiedliche Strategien, wie man Produkte und Dienstleistungen vereinfachen kann. Viele Produkte haben die Tendenz, im Verlauf der Zeit komplizierter zu werden. Wir versuchen, diese Produkte wieder auf das Wesentliche zu reduzieren. Dazu braucht es oft auch eine große Portion Kreativität. Die muss einem aber zum Glück nicht in die Wiege gelegt worden sein, sondern ist erlernbar. Jeder kann also grundsätzlich kreativ und innovativ sein.

Versucht man, innovativ zu sein, denkt man nicht unbedingt als erstes an Vereinfachung. Wie kann man durch simplicity innovative Produkte entwickeln?

Jiri Scherer: Viele Produkte sind vor allem erfolgreich, weil sie den Kunden das Leben einfacher machen und einfach zu bedienen sind. Apple ist einfach. Airbnb ist einfach. UBER ist sehr einfach. Kunden lieben einfache Produkte und Dienstleistungen. Ich bin heute der Meinung, dass Produkte und Dienstleistungen nicht erfolgreich werden können, wenn sie für Kunden nicht einfach sind!

Können Sie uns ein paar konkrete Strategien vorstellen, wie man Produkte oder ganze Geschäftsideen vereinfacht?

Jiri Scherer: Gerne. Eine Strategie zum Beispiel nennen wir „Masse und Ausnahmen separieren“. Oft werden Produkte und Prozesse an der Ausnahme orientiert. Es muss ja schließlich für jeden passen und am Ende sind die Dinge so kompliziert, wie so manche Steuererklärung. Das ist nicht schlau. Oft ist es sinnvoller, es für die Masse einfacher zu machen und die Ausnahmen separat zu behandeln. Somit gewinnt die Masse an Einfachheit.

Eine andere Strategie ist, die „Vergangenheit betrachten“. Viele Dinge, die wir tun oder haben, sind das Resultat der Vergangenheit. Früher war es vielleicht sinnvoll etwas so zu machen, aber ist es das heute immer noch? Diese Frage sollten wir uns in regelmäßigen Abständen immer wieder stellen. Gerade in dieser schnelllebigen Zeit, in der wir uns heute befinden.

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