Anke Nennstiel: Warum wir Licht und Schatten brauchen - Montagshappen
1128
post-template-default,single,single-post,postid-1128,single-format-standard,cookies-not-set,qode-news-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-12.0.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.2,vc_responsive
 

Anke Nennstiel: Warum wir Licht und Schatten brauchen

Im Herbst und Winter sinkt bei uns durch die zunehmende Dunkelheit der Melantonin-Spiegel. Kreislauf und Stoffwechsel drehen auf Sparflamme, aber auch auf unsere Psyche haben Licht und Dunkelheit einen enormen Einfluss. Herbst und Winter sind eine gute Zeit, sich zu besinnen. Gleichzeitig müssen wir dem Winterblues entgegensteuern.

Das näherrückende Jahresende führt bei vielen dazu, Bilanz zu ziehen. Das ist auch gut so, aber damit wir nicht in dunkle Grübeleien oder sogar eine Winterdepression verfallen und alles schwarzsehen, sollten wir erst ein paar Dinge beachten:

1. Gerade jetzt ist es wichtig, sich viel draußen zu bewegen, wenn sich die Sonne zeigt. Nutzen Sie Ihre Mittagspause für einen Spaziergang zum Restaurant oder Bäcker.

2. Zeigt sich die Sonne an manchen Tagen gar nicht oder Sie haben den Nachteil im Norden Deutschlands zu wohnen, können Sie mit einer Tageslichtlampe nachhelfen.

3. Morgens am geöffneten Fenster tief durchatmen und tagsüber viel trinken wirkt außerdem. Ersteres hebt den Sauerstoffspiegel und letzteres wirkt sogar besser als jede Tasse Kaffee.

Übung: Licht- und Schattenseiten

Noch eine wichtige Sache: Freuen Sie sich über den Winter, die Dunkelheit und Kälte. Alles hat seine guten Seiten – auch das, was zunächst nicht so scheint. Nutzen Sie die besinnliche Zeit und nehmen Sie sich Zeit für sich. Es gibt eine gute Übung in Anlehnung an das Konzept des “Sonnen- und Schattenkindes” der Diplom-Psychologin Stefanie Stahl, die mit ihrem Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” einen Bestseller hingelegt hat.

Überlegen Sie sich, welche Lichtseiten Sie haben und welche Schattenseiten. Eine Schattenseite könnte zum Beispiel sein, dass Sie sehr chaotisch sind.

Das Wort an sich ist leider schon wertend, denn auch das größte Chaos hat seine Vorteile. Vielleicht legen Sie sich nicht so schnell auf eine Sache fest, sondern bleiben neugierig und suchen weiter nach dem besten Weg.

Nicht werten, sondern annehmen

Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Lichtseiten und Ihren Schattenseiten. Überlegen Sie sich dann, wo der Schatten der Lichtseiten fällt und wo das Licht in den Schattenseiten ist, denn das eine kann ohne das andere nicht existieren. So werden Sie auch feststellen, dass es sinnvoller ist, die Dinge nicht zu bewerten, sondern zu akzeptieren und in die eigenen Persönlichkeit zu integrieren.

Mein Buchtipp für den Winter neben Stefanie Stahls Buch: Der Seelenvogel von Michal Snunit und Na’ama Golomb. Nicht nur was für Kinder.

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.