Marina Zubrod begeistert bewusstes Konsumverhalten - Montagshappen
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Marina Zubrod begeistert bewusstes Konsumverhalten

Als ich vor mehr als 1,5 Jahren mit der Entwicklung meiner Naturkosmetikmarke begann, las ich überall Begriffe wie „nachhaltige Produktion“, „natürliche Inhaltsstoffe“ und Ähnliches.

Ich arbeitete mich tief in den Lifestyle ein, der mit den Schlagwörtern „sustainable, organic, natural, wastefree, cruelty-free“ arbeitete. Entstanden ist meine persönliche Naturkosmetik, die in recycelte PET Tiegel abgefüllt wird, handgefertigt ist und für Kunden mit einen Cashback versehen wurde, wenn sie uns die Behälter zurückbringen. Das ist mir persönlich wichtig. Ich weiß aber, dass das auch für meine Zielgruppe eine bedeutende Rolle spielt. Denn Umweltbewusstsein bestimmt unseren heutigen Zeitgeist.

Lebenseinstellungen werden ausgenutzt, um andere zu verurteilen

Nach und nach fing ich auch an, auf Instagram diversen Influencern zu folgen, denen die Umwelt und eine gesunde Lebenseinstellung wichtig sind. Anfangs hatte ich manchmal ein schlechtes Gewissen, weil ich teilweise gedankenlos Müll nicht trennte oder niemals von selber auf die Idee kommen würde, für einen wichtigen Termin nachts um 4Uhr in den Zug zu steigen. Anstatt um 7 Uhr den Flieger zu nehmen, um von Hamburg nach München zu kommen. Mit der Zeit stellte ich dann fest – vor allem seit der „Fridays for Future“-Bewegung – dass einige anfingen andere zu verurteilen, wenn sie weniger nachhaltig lebten als sie selbst.

„Stets bemüht“ ist genauso wichtig wie „100% zerowaste“

Letztlich habe ich für mich persönlich ein Fazit gezogen: Es ist viel wichtiger ein bisschen etwas für die Umwelt zu tun als gar nichts. Jeder Mensch sollte, so oft es möglich ist, das eigene Konsumverhalten überdenken. Wir dürfen uns jedoch niemals verbiegen, damit andere Menschen glücklich sind, die krassere Ansichten haben. Nicht immer ist es möglich und sinnvoll die Bahn statt den Flieger zu nehmen. Nicht immer können wir das teurere, nachhaltigere Lebensmittel bezahlen. Und es muss nicht jede Handlung im Alltag nachhaltig geprägt sein. Wenn wir uns alle gemeinsam „stets bemühen“, sind wir einer besseren Zukunft viele Schritte näher, als wenn nur ein paar Wenige 100% geben und alle anderen durch Diskriminierung demotiviert werden.

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