5 Fragen zum Coronavirus an Heilpraktiker Roland Tennie
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5 Fragen zum Coronavirus an Heilpraktiker Roland Tennie

Roland Tennie ist Heilpraktiker mit eigener Praxis in Essen. Er nennt seine Art der Behandlung “Komplementärmedizin” und vertritt die Ansicht, dass Schulmedizin und Naturheilkunde zum Wohle des Patienten Hand in Hand arbeiten müssen. Wir sprechen heute mit ihm über das Coronavirus, seriöse Informationsquellen und was die Naturheilkunde tun kann.

Zurzeit herrscht ein wahrer Informationssturm, der zahlreiche Menschen in Panik versetzt. Es geht um das neuartige Coronavirus. Wie sehen Sie das, ist die Panik begründet?

Panik ist kein guter Ratgeber bei allen Erkrankungen, dennoch wird sie von vielen Gruppen gerne genutzt um Verschwörungstheorien und Unruhen zu verbreiten. Das aufgetretene Coronavirus ist von uns sehr ernst zu nehmen, dennoch sehe ich die jetzige Panik als nicht begründet an. Dass wir Menschen eine natürliche Angst vor einer Infektion entwickeln, deren echten Verlauf wir noch nicht kennen, halte ich für normal.

Bei der Fülle der Meldungen zum Virus, fällt es schwer, durchzusteigen, was echt und was reine Panikmache ist. Wo können Menschen sich glaubwürdig informieren, wenn so eine Pandemie ausbricht, um sich sicher zu fühlen?

Die Fülle der Informationen wird durch die sozialen Medien sehr unübersichtlich gemacht. Zuverlässige Informationen, auch Verhaltensregeln bei einem Ausbreiten des Virus findet man auf der Seite des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) und natürlich auf der Seite des Bundesgesundheitsministerium (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html).

Die meisten Quellen weisen darauf hin, dass Grippe viel gefährlicher ist als der Coronavirus. Was schützt mich denn davor, mir weder das eine noch das andere Virus einzufangen?

Zu jetzigen Zeitpunkt ist nach meiner Meinung keine Einschätzung möglich, welches der beiden Viren gefährlicher ist. Sie sind unterschiedlich. Bei den Grippeviren reden wir von Viren, die wir gut kennen, beim Coronavirus von einem, bei dem uns die Erfahrung fehlt. Einen effektiven Schutz bieten natürlich Hygienemaßnahmen wie z. B. das gründliche Händewaschen, ggf. auch das Meiden größerer Menschenansammlungen. Derjenige, der husten oder niesen muss, sollte sein Umfeld schützen, indem er seinen Ellenbogen vor sein Gesicht hält, um eine mögliche Tröpfcheninfektion zu verringern. Wir sollten darauf achten, viel Obst und Gemüse zu Essen, ggf. das Immunsystem mit geeigneten Mitteln zu unterstützen. Zinkhaltige Produkte z. B. stärken das Immunsystem.

Wie weit kann die Naturheilkunde hier helfen?

Die Naturheilkunde bzw. der Heilpraktiker kann sich darauf konzentrieren, den gesunden Menschen zu beraten und ihm Empfehlungen für eine gutes Immunsystem zu geben.
Da der Coronavirus bereits im Verdachtsfall meldepflichtig ist, tritt hier für den Heilpraktiker ein Therapieverbot in Kraft. Dies begründet sich durch das Heilpraktikergesetz. Und das ist auch gut so.

Ist das wieder ein klassischer Fall, in dem Naturheilkunde und Schulmedizin komplementär zusammenarbeiten müssen?

Ja und nein. Die Begründung liegt schon in meiner letzten Antwort. Besteht kein Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus, hat die Komplementärmedizin viele gute Möglichkeiten, den gesunden Menschen, aber auch den durch andere Erkrankungen geschwächten Menschen, ideal zu unterstützen. Liegt aber ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus vor, ist der Patient unmittelbar der Schulmedizin zu übergeben.

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