Christina Kropp: Der, die, das bescheidene Genie - Montagshappen
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Christina Kropp: Der, die, das bescheidene Genie

Bei einem Genie denken die meisten Menschen an einen Mann. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass Tugend Nr. 1 für Frauen in unserer Gesellschaft noch immer die Bescheidenheit ist: „Sei wie das Veilchen im Moose und nicht die stolze Rose! Mach’ dich nicht wichtig! Stell’ deine eigenen Bedürfnisse nicht über die anderer! Prahle nicht mit deinem Erfolg!“ Männern wird ein solches Verhalten oder sogar ein ausgewachsener Narzissmus eher nachgesehen als Frauen. Und auch schon bei der Kindererziehung fällt auf: Jungen werden viel seltener ermahnt, wenn es beim Spielen auch mal lauter wird oder sie geschäftstüchtig Dinge verkaufen, die eigentlich eh so zu haben sind, wie die Muscheln am Strand.

Keine falsche Bescheidenheit

Dabei kann eine antrainierte falsche Bescheidenheit die Karriere und den Einfluss, den man beziehungsweise Frau in einer Gruppe oder auf die Gesellschaft ausübt, hemmen. Außerdem, und das ist die schlimmste Konsequenz, beschränken wir uns und unsere Genialität dadurch selbst.

Frauen sind oft High Performer im Job, aber die Lorbeeren bekommen andere. Scheinbar nebenbei organisieren sie auch noch das ganze Familien- und Sozialleben. Das ist dann der zweite Fulltime-Job, für den es wenig Anerkennung gibt. Gerade die, die am hellsten leuchten, leuchten meistens im Keller. Dort, wo es niemand sieht. Wer sich mit seinem Potenzial nicht aus der Komfortzone oder dem Komfort-Keller herauswagt, läuft natürlich nicht Gefahr zu scheitern. Ohne scheitern ist allerdings auch keine Weiterentwicklung möglich. Aber hält uns tatsächlich die Angst vorm Scheitern zurück oder nicht viel eher die Angst vor der eigenen Größe?

Verharren Sie nicht in Ihrer eigenen Komfortzone

Wer zu bescheiden ist und sein Potenzial nicht voll ausschöpft, ist irgendwann total unterfordert. Und das ist schlimmer als überfordert zu sein. Wie ein Porsche, der kaputtgeht, wenn er nie ausgefahren wird, sondern nur durch 30er Zonen tuckert, führt auch unsere Selbstbegrenzung dazu, dass wir entweder aggressiv oder traurig werden. Also, verlassen Sie Keller und Komfortzone, damit Ihr inneres Genie und damit auch Sie strahlen können.

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