Leena Volland: Neun Tipps um nachhaltig zu shoppen - Montagshappen
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Leena Volland: Neun Tipps um nachhaltig zu shoppen

„Das kaufe ich mir.“ – „Brauchst Du es denn?“ – „Eigentlich nicht. Aber ist doch ganz schön, und es kostet ja eh nicht viel.“ Dir kommt dieser Satz bekannt vor? Wir alle haben ihn schon einmal gesagt, lassen uns von Schnäppchenangeboten verleiten, etwas zu kaufen, was wir gar nicht brauchen – und bedenken dabei nicht: Das Geld, das wir ausgeben, ist nicht der alleinige Preis für unseren Konsum: Kaufrausch und Schnäppchenwahn haben fatale ökologische und soziale Auswirkungen. Das aber ist der Preis, den andere zahlen …

Die Kosten der Baumwollproduktion

Verheerende Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in der Baumwollproduktion sind hinreichend bekannt. Doch das ist nicht alles. So verlangen etwa die Monokulturen der konventionellen Baumwollproduktion einen starken Einsatz von Pestiziden und Düngern. Das bringt nicht nur ein Artensterben mit sich, sondern hat auch langfristige, gesundheitliche Folgen für die örtliche Bevölkerung. In betroffenen Regionen lassen sich Infektionskrankheiten, Atemwegserkrankungen, Krebs und Missbildungen auf die Gifte zurückführen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen.

Für kaum einen anderen Textil-Rohstoff werden außerdem so viele Chemikalien im Herstellungsprozess verwendet wie für Baumwolle. Nicht nur beim Anbau, sondern auch beim Waschen, Färben, Drucken, Bleichen, Veredeln oder Konservieren. Sowohl der Einsatz als auch die Entsorgung der Stoffe bedeutet eine große gesundheitliche und ökologische Belastung. Und damit ist die Liste der negativen Auswirkungen der heutigen Baumwollproduktion noch lange nicht am Ende.

Was kannst Du tun? 9 Tipps für bewussteres Einkaufen

Furchtbar? Das ist es durchaus. Doch Du kannst auch durchaus etwas tun, um diese Missstände zu beheben oder zumindest einzudämmen:

  • Überlege Dir in Zukunft, ob Du ein Kleidungsstück wirklich brauchst. Frage Dich vor jedem Kauf: Wie häufig werde ich es wohl anziehen? Und was passiert, wenn ich es nicht habe?
  • Wenn Du der Meinung bist, die Kleidung wirklich zu brauchen, achte auf gute Verarbeitung, Qualität und eine ökologisch nachhaltige Produktion. Das alte Sprichwort „wer billig kauft, kauft zwei Mal“ gilt auch bei Kleidung.
  • Achte beim Kauf auf Siegel, z. B. Bio, Öko, kbA (aus kontrolliertem biologischen Anbau), Global Organic Textile Standard (GOTS), Blauer Engel, bluedesign, IVN, Best, Natur-land, Öko-Tex oder Fairtrade.
  • Sieh dir das Etikett und die Inhaltsstoffe an. Es zeigt, welcher Rohstoff verwendet wurde und wie viel Prozent davon aus kontrolliert ökologischem Anbau stammen.
  • Kaufe keine Kleidung mit dem Hinweis „bügelfrei“, „antibakteriell“ oder „schmutzabweisend“, denn das bedeutet den Einsatz von gesundheits- und umweltbelastenden Chemikalien bei der Herstellung. Diese stehen in keiner Relation zum gesparten Strom des Nicht-Bügeln-Müssens.
  • Entscheide dich beim Kauf für zeitlose Schnitte und Farben, die du länger tragen kannst und nicht so schnell satthast.
  • Ermögliche deiner Kleidung eine lange Lebensdauer, dies verbessert die Ökobilanz: Trage Kleidung länger, tausche nicht mehr getragene Kleidung, verkaufe oder verschenke sie und trage selbst auch Secondhand.
  • Nutze Apps beim Online-Einkauf, wie z. B. die kostenlose Shopping-App von wegreen, die mit einer Nachhaltigkeits-Ampel Produkte und Hersteller bei Amazon, Otto, Zalando oder Conrad bewertet.
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