Marina Zubrod: Was mich heute begeistert – Meine Heimat, meine Marke
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Marina Zubrod: Was mich heute begeistert – Meine Heimat, meine Marke

Als Migrantenkind bin ich die erste Generation und Person in meiner Familie, die in Deutschland geboren wurde, Abitur und Studium absolviert hat. Fragt man mich, woher ich komme, impliziert das trotzdem immer „aus welchem anderen Land“. Dabei könnte ich mich gar nicht deutscher fühlen. Und deutsch erzogen wurde ich auch. Bis heute kann ich in Blitzgeschwindigkeit runterrattern: „Meine Eltern kommen aus Kroatien, ich bin aber in Augsburg geboren und habe einen deutschen Pass“, um innerhalb weniger Sekunden sicherzustellen, dass mein Gegenüber mich ja nicht für eine Ausländerin hält.

Eine internationale Umgebung führt dazu, dass man sich in der Welt zuhause fühlt

Ich hatte aber durch mein internationales Studium das Glück, in einer Umgebung erwachsen geworden zu sein, in der die eigentliche Herkunft nicht unmittelbar zählte. Im Gegenteil, je mehr multikulti man lebte und dachte, desto mehr hatte man zu erzählen und desto spannender fanden einen die anderen. Ich war deutscher als einige meiner Kommilitonen und stellte auch fest, dass ich beruflich keinerlei Nachteile hatte – ich kann schwäbeln, wenn ich möchte, ich habe in Melbourne, Stockholm und London gelebt, bin innerhalb Deutschlands bereits quer durchs Land gezogen und habe an vielen Orten eine Art Heimat entwickelt.

Die familiäre Herkunft als Inspiration beim Unternehmensaufbau

Meine vielen Wohnstationen in Kombination mit dem internationalen Studien- und Arbeitsumfeld führten letztlich dazu, dass ich meine kroatische Herkunft als Inspirationsquelle in die Marke und Positionierung meines eigenen Unternehmens, Matica Cosmetics, integriert habe. Ich wählte einen kroatischen Namen und auch die Produktion startete dort. Damit wollte ich von Beginn an zeigen, welche Herzensangelegenheit dieses Unternehmen für mich ist. Das Resultat: Viel positives Feedback. Nicht nur mich, sondern auch viele andere scheint es zu begeistern, dass ich meine Herkunft und Wurzeln nicht verleugne. Und das kann ich auch nur jedem anderen raten. Denn diese Heimat ist ein Teil von uns, den wir lieben sollten.

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