Marina Zubrod begeistern Führungskräfte, die Nebenjobs fördern - Montagshappen
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Marina Zubrod begeistern Führungskräfte, die Nebenjobs fördern

Klingt absurd, ist aber so: Angestellten Nebenjobs zu erlauben, ein solches Bestreben vielleicht sogar zu fördern, bringt Unternehmen einige Vorteile.

Menschen haben vielfältige Interessen und Bedürfnisse. Der Job kann und muss sie nicht alle erfüllen. Ein Nebenjob kann genau wie ein Ehrenamt oder ein Hobby eine wunderbare Ergänzung sein oder für einen Ausgleich sorgen. In einem Nebenjob können Mitarbeiter aber noch eher neue Fähigkeiten entdecken und unternehmerische Strategien entwickeln.

Gerade erst habe ich gelesen, dass eine Controlling-Mitarbeiterin von Siemens sich mit einem Servicejob auf dem Oktoberfest auf andere Gedanken bringt und sich vom harten Joballtag zerstreut. Sie trifft dabei außerdem interessante Menschen, die ihr sonst nicht begegnen würden. Andere möchten sich vielleicht als Schmuckdesignerin mit eigenem Online-Shop nebenbei selbständig machen. Das sollte alles kein Problem sein, wenn offen darüber gesprochen wird.

Neue Fähigkeiten durch den Nebenjob

Der Vorteil bei einer Nebentätigkeit liegt darin, dass Mitarbeiter einfach mal etwas ganz Neues ausprobieren und dabei ihren Horizont erweitern können. Vielleicht finden sie Erfüllung und Ausgleich zur Zeit am Computerbildschirm in der Arbeit mit anderen Menschen. Möglicherweise suchen sie auch nach Abenteuer. Besser, sie toben sich in ihrer Nebentätigkeit sportlich aus, statt im Job zu große Risiken einzugehen. Alles in allem profitiert der Hauptjob in der Regel vom Nebenjob, denn wer sich in einem Nebenjob verwirklichen kann, ist auch bei der Vollzeitstelle zufriedener. Und wer wünscht sich nicht ausgeglichene, motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter, die sich sicher fühlen und nicht einmal mehr im Traum an Kündigung denken. Die positiven Erfahrungen in der Nebentätigkeit wirken sich begünstigend auf das Selbstwertgefühl aus, der natürlich auch alle anderen Lebensbereiche positiv beeinflusst.

Arbeitgeber müssen flexibler werden

Ja, das bedeutet, dass Arbeitgeber, was Bürozeiten angeht, flexibler werden müssen. Und ja, Vertrauen spielt dabei auch eine große Rolle. Die Vorteile sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Außerdem sorgt ein zweites Einkommen dafür, Abhängigkeiten zu vermeiden. Das nimmt Angestellten den Druck aus ihrem Alltag. Denn ein Angestelltenlohn allein bringt ihnen oft keine langfristige finanzielle Stabilität. Sicher macht sie das auch selbstbewusster in ihren Verhandlungen um mehr Gehalt oder andere Dinge, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein, aber nur mit genau solchen Mitarbeitern wird auch ein Unternehmen erfolgreich. Führungskräfte, die das erkannt haben, begeistern mich.

Ich habe übrigens auch nebenbei gegründet. Für mich sind die verschiedenen Blickwinkel, die ich durch meine eigenes Start-up erlange, sehr wertvoll. Ich kann meinen Kunden als Beraterin Best-Practices für einen schmalen Taler empfehlen, wenn sie sich fragen, wie sie neue Produkte an den Markt bringen wollen. Denn als Start-up-Gründerin muss ich erfinderisch mit meinen Ressourcen umgehen. Und diese Erfahrung kann ich in der Konzernwelt gewinnbringend einsetzen.

 

 

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