Montagshappen Interview: 5 Fragen an Comedian Matze Knop
1401
post-template-default,single,single-post,postid-1401,single-format-standard,cookies-not-set,qode-news-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-12.0.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.2,vc_responsive
 

Montagshappen Interview: 5 Fragen an Comedian Matze Knop

Matze Knop ist Stand-up Comedian, Parodist, Schauspieler und Sänger. Der Entertainer steht zurzeit mit seinem neuen Programm „Willkommen in Matzeknopien – Ich mach’s jetzt selbst“ auf der Bühne, das am 22. Februar in Hannover Premiere feiert. Getreu seines Bühnenmottos gründet er gleichzeitig auch noch die “Matze Knop Stiftung“.

1. Herr Knop, sind Sie eher jemand, der langfristig plant oder kurz vor knapp zu Höchstform aufläuft?

Ich plane sicher auch langfristig, laufe aber immer auch kurzfristig zur Höchstform auf. Ich glaube, wir sollten alle im Hier und Jetzt leben. Wer zu viel in der Zukunft oder der Vergangenheit lebt, kommt zu nichts und erreicht auch keine Höchstform. Die Mischung macht’s.

2. Wie gut können Sie mit Druck umgehen?

Mittlerweile kann ich mit Druck sehr gut umgehen. Vielleicht gehört auch ein bisschen Druck dazu, damit man am Ende Höchstleistungen abrufen kann. Man spürt den Druck schon. Ich kenne das Gefühl sehr gut. In den Anfängen hab ich mich schwer damit getan, weil ich dachte: Was ist das denn da im Bauch und im Hinterkopf? Aber mittlerweile kann ich das gut handeln. Wer zu einem Großen werden möchte, muss mit Druck umgehen können.

3. Als Parodist müssen Sie ja auch einen Hang zum Perfektionismus haben. Wie gehen Sie damit um, wenn mal was nicht so klappt, wie es soll?

Wenn irgendwas nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle, finde ich das natürlich erst einmal nicht so prickelnd. Mir ist natürlich lieber, alles klappt sofort. Aber bei einer Parodie muss man öfter mal testen und ausprobieren, noch mal ändern. Man darf sich dafür nicht zu schade sein. Ich weiß aber auch, wenn ich hartnäckig genug bin, dass es dann irgendwann auch klappt. Es gibt den schönen Spruch: Nicht die Besten kommen nach oben, sondern die Penetrantesten. Ich befürchte, zu denen gehöre ich.

4. Humor soll ja in vielen Situationen hilfreich sein. Hilft er auch, wenn man unter Zeitdruck steht und am nächsten Tag eine Prüfung/Präsentation etc. hat, ohne zu lernen/anzufangen?

Bei mir steht ja am 22. Februar die Premiere meiner neuen Show „Willkommen in Matzeknopien“ an. Humor ist sicher gut, aber auch nicht immer. Manchmal muss man einfach nur stumpf arbeiten und muss einfach Sachen niederschreiben, abliefern, filmen, zusammenfügen … Da steckt schon viel Arbeit dahinter. Das soll aber dann natürlich am Ende keiner sehen. Ich mache ja Comedy. Die Menschen kommen zu mir, um einen unbeschwerten Abend zu verleben. Deswegen ist meine Antwort: Im Leben von Matze Knop ist alles leicht. Humor ist ein Türöffner. Auch für mich und in allen Bereichen. (lacht)

5. Ihr neues Programm trägt den Untertitel „Ich mach’s jetzt selbst“. Das bedeutet Schluss mit Aufschieberitis und alles selbst anpacken? Was machen Sie jetzt selbst?

Es gibt ja Leute, die immer nur delegieren. Die machen das  deswegen, damit es manchmal etwas flotter geht. Wenn man vieles selber macht, hat man immer nur 24 Stunden am Tag Zeit dafür. Das heißt, es kann auch mal sein, dass ein anderer dann warten muss. Aber das Schöne ist, wenn man es selber macht und damit selbst die Verantwortung übernimmt, dann hat man auch selbst die Macht in der Hand. Das ist die wichtigste Erkenntnis. Deswegen mache ich nicht nur mein Programm selber, sondern ich hab gerade auch meine eigene Matze Knop Stiftung gegründet. Und ich habe mir vorgenommen, demnächst mal mein Hemd selber zu bügeln. Das dauert dann aber auch mal länger. Dieses Interview habe ich übrigens auch selbst gegeben und, wie immer, auf den letzten Drücker.

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.