Susanne Heinz: Mitarbeiter, wechsle dich! - Montagshappen
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Susanne Heinz: Mitarbeiter, wechsle dich!

Bei dem bekannten „Bäumchen, wechsle Dich“-Spiel mit Freunden aus der Kindheit ging es vor allem um Spaß, Bewegung, Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und Geschick. Und ganz nebenbei wird dabei auch noch trainiert, die Perspektive zu wechseln und eine neue Rolle einzunehmen – völlig „agil“ sozusagen.

Um neue Perspektiven und Sichtweisen geht es auch bei dieser Form des Social-Learnings: dem Rotation Day. Dabei laden sich verschiedene Abteilungen oder Teams gegenseitig ein, einen Arbeitstag bei ihnen zu verbringen. Der Gast soll dabei so intensiv wie möglich mitwirken und in die tatsächlichen Aufgaben eingebunden sein. Damit das überhaupt möglich ist, müssen die Einladenden diesen Tag so gut wie möglich vorbereiten. Klingt nach viel Aufwand, aber das Gute daran: Das Team reflektiert bei dieser Gelegenheit die vorhandenen Aufgaben, deren Verteilung, sowie die Prozesse und Strukturen.

Rotation Days gegen Silodenken

Der Rotation Day selbst steht dann ganz unter dem Motto: erleben, erfahren und erlernen! Am besten möglichst unvoreingenommen. Eigene, vielleicht auch festgefahrene Denk- und Sichtweisen kommen auf den Prüfstand und so kann dieser Tag auch das Verständnis füreinander verbessern. Der Rotation Day also auch als Tag der „Völkerverständigung“, der das eigene Netzwerk stärkt und den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das Bedürfnis nach Interaktion und Austausch erfüllt. Beste emotionale Voraussetzungen neues zu lernen.

Nach diesem Abteilungsbesuch kehrt der Mitarbeiter als Botschafter in seine Abteilung zurück. Indem er über seine Erfahrungen berichtet, vertieft er sein eigenes Wissen und stärkt gleichzeitig die Verteilung der Erfahrungen. Wissensmonopole einzelner Abteilungen oder Mitarbeiter adé!

So gelingt ein Rotation Day am besten:

1. Nehmen Sie sich vor, ein richtig guter Gastgeber zu sein. Suchen Sie einen idealen Tag für den Besuch aus und sorgen Sie für gute Rahmenbedingungen. Sie kennen es aus dem Privaten: Von einem gehetzten Gastgeber, der keine Zeit für seine Gäste hat, hat niemand etwas.

2. Weniger ist zwar mehr und tatsächlich sollte die Menge der ausgewählten Themen gut ausbalanciert sein, sorgen Sie trotzdem für Abwechslung und einen spannenden Mix.

3. Lassen Sie den Gast zum aktiven Part werden und mitwirken. Geben Sie ihm das Gefühl, ein wertvoller Teil des Teams zu sein.

4. Für den Gast gilt es, sich auch wie ein Gast zu verhalten. Kommen Sie neugierig und behalten Sie einen offenen Blick, vielleicht sogar die Unvoreingenommenheit eines Kindes. Geben Sie Ihrem Gastgeber außerdem im Anschluss ein wertschätzendes Feedback über Ihre Erlebnisse und Lernerfahrungen.

5. Was für den Gastgeber die Vorbereitung ist, ist für den Gast die Nachbereitung: Reflektieren Sie noch am gleichen Tag, was die wichtigsten Lernerfahrungen waren und was sie mit Ihrem eigenen Arbeitsplatz zu tun haben. Dokumentieren Sie das Erlebte und Gelernte und teilen Sie es mit Ihren Kolleginnen und Kollegen. Das nächste Teammeeting oder das Social Network, sofern vorhanden, sind eine ideale Plattform dafür.




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