STEFFEN KIRCHNER: Echte Partnerschaften brauchen keine Geschenke am Valentinstag - Montagshappen
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STEFFEN KIRCHNER: Echte Partnerschaften brauchen keine Geschenke am Valentinstag

Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten können natürlich eine Partnerschaft bereichern, aber viel wichtiger als die Frage, ob und was Sie zum Valentinstag verschenken ist die Frage, ob Sie überhaupt eine Partnerschaft führen oder noch in einer Beziehung stecken.

Denn das ist nicht das Gleiche, auch wenn beide Begriffe im alltäglichen Sprachgebrauch oft sinngleich verwendet werden. Im Wort Beziehung steckt schon das Wort „ziehen“, was sehr schön veranschaulicht, wie es in so einer Form des Zusammenlebens zugeht. Man ist zusammen, weil der eine vom anderen etwas braucht. Daher zieht man gegenseitig aneinander. Wer Verbindungen eingeht, um in erster Linie etwas zu bekommen, führt keine Partnerschaft, sondern betreibt Handel. Der wiederum ist im zwischenmenschlichen Bereich nur selten zielführend, das Ende vorprogrammiert.

Gemeinsam gestalten

Eine Partnerschaft geht man im Gegensatz dazu ein, weil man erstens mit jemandem etwas Gemeinsames gestalten möchte, und weil man zweitens dafür etwas zu geben hat. In dieser Konstellation wird nicht aneinander gezogen, sondern man hilft sich gegenseitig, sich gemeinsam zu entwickeln, sich frei zu entfalten, ohne dabei ständig ein Defizit des Partners ausgleichen zu müssen.

Werte achten, statt bewerten

Jeder Mensch entscheidet sich, bewusst oder unbewusst, für die Werte, die persönlich die größte Priorität haben: Familie, Anerkennung, Ordnung, Sparsamkeit oder vieles mehr. Jede Person hat sich, bildlich gesprochen, sozusagen einige besonders wichtige Werte auf seine Fahne geschrieben und steht von seinem Herzen her patriotisch für die Einhaltung dieser Werte. Ein anderer hat wieder andere Werte auf seiner Fahne. Daran kann es zum Beispiel auch liegen, dass dem einen kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten zu bestimmten Tagen wichtig sind und dem anderen nicht. Zur Zerreißprobe kommt es, wenn wir die Werte unseres Partners nicht akzeptieren, versuchen, sie zu unterdrücken, zu bekämpfen oder im schlimmsten Fall, sie durch unsere eigenen, in unseren Augen „richtigen“ Werte zu ersetzen.

Freiheit, Toleranz und Vertrauen, statt Erziehung

Wenn andere Personen unsere Werte bekämpfen, kämpfen wir zurück. Die Folgen sind Stress und Streit. Anderen Leuten unsere Werte aufzuerlegen hat nichts mit Liebe und Partnerschaft zu tun, sondern vielmehr mit dem Versuch einer Erziehung. Wir führen jedoch nur ein glückliches Leben, wenn wir unsere eigenen Werte so optimal wie möglich leben können. Erlauben Sie daher auch Ihrem Partner, seine Werte im Leben so gut wie möglich ausleben zu können, auch wenn Sie andere Prioritäten gesetzt haben. Denn Partnerschaft funktioniert nur durch Freiheit, Toleranz und Vertrauen – nicht durch Erziehung, Forderung und Belehrung. Und trotz aller Unterschiedlichkeit sollte es auch einen gemeinsamen Nenner geben, schließlich haben Sie sich ineinander verliebt. Prüfen Sie, ob es zwischen Ihnen und Ihrem Partner auch gemeinsame Werte gibt, die Sie vielleicht wieder gemeinsam entdecken und pflegen können.

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