Dorothee Brommer: Unkonferenz für Innovation, Offenheit und Netzwerken
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Dorothee Brommer: Mit der Unkonferenz zu innovativen Ideen, Netzwerken, Offenheit und besserer Zusammenarbeit

Der Arbeitsalltag ist geprägt vom allgegenwärtigen Druck, neue Ideen und Innovationen am Fließband liefern zu müssen. Inspiration sollen dabei Veranstaltungen und persönliche Branchenkontakte liefern. Woher aber die Zeit dafür nehmen?

Wer kennt nicht diese Fachkonferenzen mit hochkarätigen Rednern und beeindruckendem Programm – und dennoch kann man dem dritten Vortrag in Reihe einfach nicht mehr adäquat folgen, döst weg oder beantwortet E-Mails. In den Pausen hingegen ist man wieder fit und hat erfrischende Gespräche. Denn auf Fachkonferenzen tummeln sich – wie es der Name schon sagt – Fachleute. Daher stehen nicht nur auf der Bühne erfahrende Experten, sie sitzen auch im Publikum. Ihr Wissen aber kommt in der Regel nicht zum Tragen.

Echte Quality Time

Wer es anders möchte und seine Zeit als Quality Time verbringen und mit Menschen seines Schlages in Verbindung kommen möchte, ist auf einer Unkonferenz perfekt aufgehoben. Unkonferenz? Auch Barcamp genannt, ist die Versammlung interessierter Köpfe ohne Agenda, die die Pausen zum eigentlichen Kern des Events macht. Sie stellt gängige Konferenz-Modelle auf den Kopf: Ideen entstehen, ein Wissensaustausch findet statt. Know-how wird aufgebaut, man wächst über sich selbst hinaus und betreibt ehrliches Netzwerken. Gratis enthalten ist in diesem Paket ein Kulturwandel. Weiterer Pluspunkt: Unkonferenzen sind für den Bruchteil eines gängigen Konferenzbudgets und Organisationsaufwands realisierbar.

Einfach machen – einfach wirksam

Der Clou eines solchen Formats ist die Einfachheit, gerade deshalb ist es vielleicht auch so effektiv. Regeln, die oft bei der Zusammenarbeit behindern und die wir aus ewigen Meetings ohne echten Beteiligungswillen kennen, werden außer Kraft gesetzt. Vielmehr geht es bei Unkonferenzen um Freiwilligkeit, Expertise und Augenhöhe. Das heißt, Teilnehmer sind Teilgeber, denn sie tragen zum Gelingen der Veranstaltung unter den Prinzipien der Selbstverantwortung bei. Jeder nimmt dort teil, wo er einen Beitrag leisten oder etwas lernen kann – und agiert dabei auf Augenhöhe. Titel spielen keine Rolle, sondern nur der eigene Beitrag – egal, ob man Praktikant oder Geschäftsführer ist. Und um Aktualität und Interesse gewährleisten zu können, werden die Themen vom Publikum der Unkonferenz zu Beginn der Veranstaltung festgelegt.

Und die (Neben-)Wirkungen?

Unkonferenzen sind – und das mag für den einen oder anderen Planer und Perfektionisten nicht einfach sein – ergebnisoffen. Das heißt, keiner weiß, was am Ende des Tages passiert. Als Organisator oder Moderator hat man keinen Einfluss auf Themen und Ergebnisse, was allerdings auch ein zentraler Erfolgsaspekt ist. Arbeitet man nicht auf ein bestimmtes Ergebnis hin, wird man am Ende des Tages durch das Übertreffen desselben überrascht. Es werden Dinge wahr, die man kaum für möglich hielt.

Und die Teilgeber?

In der Regel sind sie am Ende erschöpft, aber glücklich. So wie beispielsweise bei unserem letzten Book Sprint „Changing the Game“, einer ganz besonderen Form der Unkonferenz: Über 20 Experten, die heute immer noch auf besondere Weise miteinander verbunden sind, holten an nur einem Wochenende das Maximum aus sich heraus. Das Ergebnis: das Buch „Faszination New Work: 50 Impulse für die neue Arbeitswelt“.

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