Prof. Dr. Waldemar Pelz: Schlüsselkompetenz Willensstärke
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Prof. Dr. Waldemar Pelz: Schlüsselkompetenz Willensstärke

„Du musst es nur wollen.“ In dem Motto, das viele Menschen als dahingesagt empfinden, wenn es darum geht, erfolgreich zu sein, steckt mehr Wahrheit, als man denkt. Denn um persönlich und beruflich Erfolg zu haben, sind zwar Motivation, fachliches Können und Sozialkompetenz wichtig. Doch von noch größerer Bedeutung ist Willenskraft oder auch Volition – die Fähigkeit, unbeirrt auf Kurs zu bleiben und ein Ziel konsequent zu verfolgen. Das zeigen unter anderem Studien des Instituts für Management-Innovation, Bad Soden.

Ein starker Wille korreliert mit Führungserfolg

Konkret hat man volitionale Teilkompetenzen identifiziert, deren Gültigkeit in einer Untersuchung mit mehr als 14.000 Teilnehmern empirisch bestätigt wurde. Besonders interessant dabei: Die ermittelten Faktoren für Willensstärke korrelieren stark mit Merkmalen erfolgreicher Führungspersönlichkeiten, die unter anderem von dem bekannten Psychologieprofessor und Entdecker des Flow, Mihaly Csikszentmihalyi, entdeckt wurden. Das heißt: Menschen mit einem starken Willen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Führungskraft erfolgreich.

Willensstarke Menschen handeln selbstverantwortlich

Stellt sich die Frage, was Willenskraft genau ausmacht. Nach weiteren Studienergebnissen des Instituts für Management-Innovation wissen willensstarke Menschen genau, was sie wollen und konzentrieren sich in der Konsequenz voll auf ihre Werte, anstatt sich zu verzetteln. Sie schaffen es zudem, belastende Gefühle schnell zu überwinden, statt lange darüber zu grübeln und zu leiden. Gleichzeitig gelingt es ihnen, schnell für eine gute Stimmung zu sorgen. Wichtig auch: Die Gedanken willensstarker Menschen sind auf die Zukunft gerichtet. Sie suchen dauernd nach neuen Möglichkeiten und Lösungen und ärgern sich eher selten über andere Menschen. Freilich gehört hierzu ein gesundes Selbstvertrauen. Doch willensstarke Menschen wissen auch: Sie müssen sich Wertschätzung, Respekt und Anerkennung erarbeiten, können nicht hoffen, dass sie dies „geschenkt bekommen“. Ihre Kraft schöpfen sie darüber hinaus aus dem tieferen Sinn ihrer Arbeit: Sie wissen genau, warum sie arbeiten und welchen Beitrag sie leisten. Dies führt auch dazu, dass sie Selbstverantwortung tragen, statt darauf zu warten, dass man ihnen sagt, was sie zu tun haben.

Willensstärke ist in agilen Zeiten wichtiger denn je

Gerade in der heutigen Zeit, in der es zunehmend darum geht, in agilen Projekten zu arbeiten, ist die Kompetenz der Willensstärke einmal mehr ein Erfolgsfaktor. Denn die Prinzipien der agilen Führung verlangen eine Unternehmenskultur, bei der sich Führungskräfte und Mitarbeiter voll auf das Wesentliche fokussieren. Selbstverantwortung ist klar gefordert, Rückschläge müssen hingenommen werden, das übergeordnete Ziel darf aber dennoch nicht aus dem Auge geraten. Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen sind also wichtige Komponenten. Unternehmen tun demnach gut daran, bei der Rekrutierung ihrer Mitarbeiter auf die genannten Teilkompetenzen zu achten. Zudem sollten sie ihre Führungskräfte entsprechend in Sachen Aufmerksamkeitssteuerung und Fokussierung sowie Emotions- und Stimmungsmanagement trainieren. Und nicht zuletzt gilt es, Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke, vorausschauende Planung und Problemlösung sowie zielbezogene Selbstdisziplin bei den Mitarbeitern zu stärken.

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