Marina Zubrod: Wirken fördert die positive Wirkung
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Marina Zubrod: Was mich heute begeistert – Wirken fördert die positive Wirkung

Selbstwahrnehmung und Außenwirkung sind schon immer schwierige Themen. Selten decken sie sich, manchmal trennt sie nur ein kleines Delta, aber sehr häufig liegen sie weit auseinander. Als Frau Ende 20, die seit Jahren in der Finanzwelt tätig ist, gibt es zwischen meiner Wahrnehmung und der Wirkung, die ich auf andere habe, eine sehr große Differenz. Stigmatisierung, Vorurteile und Diskriminierung sind, bewusst oder unbewusst, leider fast täglich spürbar. Lange Zeit habe ich deshalb versucht, mich Situationen anzupassen. Ich hoffte zu wissen, was für eine Art von Frau mein – zu 95% männliches – Gegenüber gerne hätte. Das führte allerdings auf beiden Seiten niemals zu einer fruchtbaren Geschäftsbeziehung. Die Authentizität fehlte.

Frauen müssen die extra Meile laufen um ihre Wirkung zu verbessern

Um aus dem Teufelskreis des „Angepassten-Verhaltens, des Anders-Seins-und-daraufhin-falsch-verstanden-Werdens“ auszubrechen, habe ich viel Disziplin, Selbstreflexion und auch Mut an den Tag legen müssen. Seither weiß ich: Frauen haben in solchen Situationen häufig zu kämpfen. Sie müssen sich mehr bemühen als ihre männlichen Kollegen, um durch ihr Wirken eine positive Wirkung zu erzielen. Sie müssen häufiger Situationen reflektieren, objektive Kritik von subjektiver Kritik unterscheiden können und sie müssen täglich mutig an sich arbeiten, um in ihrer Organisation so wahrgenommen zu werden, wie sie es sich wünschen und verdienen. Das Großartige jedoch ist:

Positiv Wirken kann man als Frau vor allem durch Kompetenz, Machen und Team-/ Geschäftsgedanken

Dank vieler positiver und negativer Situationen über die Jahre hinweg, habe ich inzwischen mein persönliches Geheimrezept entwickelt: Wenn ich mich auf meine Stärken berufe und mich bemühe, für mein Gegenüber und mich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, wirke ich positiv durch meine Arbeit und habe häufig eine positive Wirkung auf andere. Dann entwickeln sich Vorurteile wie „Die hat Haare auf den Zähnen und arbeitet nur zielorientiert“ ganz schnell zu einem „Sie fordert zwar ein, aber sie fördert den allgemeinen Projektfortschritt im Team“. Solche Fortschritte begeistern mich sehr, weil es mir zeigt, dass es selbst in einer so hierarchischen, politischen und männerdominierten Branche wie meiner, möglich ist, als Frau akzeptiert und wertgeschätzt zu werden.

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